WILLKOMMEN AUF DER DIALOGWEBSITE ZUR MACHBARKEITSSTUDIE DES RADSCHNELLWEGS „FRM3“!

August 2022: Drei Streckenvarianten, die variabel miteinander kombiniert werden können, wurden für die Machbarkeitsstudie zu einem geplanten Radschnellweg zwischen Frankfurt am Main und Wiesbaden (FRM3) identifiziert. In einem nächsten Schritt können interessierte Bürger und Bürgerinnen, Akteure und Kommunen ihre lokale Expertise mit dem Regionalverband FrankfurtRheinMain und den Fachplanern von SSP Consulting Köln im Rahmen einer Onlineumfrage vom 5. September bis 3. Oktober 2022 für die nächsten Planungsschritte teilen.

Planung und Umsetzung großräumiger Infrastruktur-Vorhaben sind komplex. Dies gilt auch für den Bau einer Radschnellverbindung. Die hohen fachplanerischen Anforderungen, die Abstimmung mit betroffenen Kommunen und die Interessen zukünftiger Nutzer*innen in Einklang zu bringen, stellt eine Herausforderung für den Regionalverband FrankfurtRheinMain dar.

Auf diesem Grund wird dem Planungsprozess des FRM3 eine Machbarkeitsstudie vorangestellt, die zwei Aufgaben hat: Zum einen ist ergebnisoffen zu prüfen, ob in dem vorgesehenen Untersuchungsgebiet und den Rahmenbedingungen vor Ort das geplante Vorhaben technisch, rechtlich und finanziell umsetzbar ist. Zum anderen soll mithilfe der Machbarkeitsstudie herausgestellt werden, wie eine sinnvolle und realisierbare Trassenführung des Radschnellwegs aussehen könnte.

Finanziert wird die Machbarkeitsstudie zu jeweils zur Hälfte von den beteiligten Kommunen sowie dem Land Hessen. Die Planung des Radschnellweges wird als Gemeinschaftsaufgabe zwischen Regionalverband, Fachplanung und den zukünftigen Nutzer*innen betrachtet. Ziel ist es, alle Perspektiven zu beleuchten und gemeinsam die bestmögliche Streckenvariante für den Radschnellweg zu bestimmen.

Die Machbarkeitsstudie wird in 6 aufeinander folgenden Phasen erarbeitet:

1. Identifizierung von Streckenvarianten

Das Fachplanungsbüro ermittelt die Grundlagen. Hierzu gehört die Analyse von Pendlerverflechtungen, der Wohn- und Arbeitsorte potenzieller Nutzer*innen, den vorhandenen und geplanten Verkehrsinfrastrukturen und vieles mehr. Auf Basis dieser Analysen werden durch das zuständige Fachplanungsbüro mehrere Streckenvarianten erarbeitet, die im weiteren Planungs- und Beteiligungsprozess zur Diskussion gestellt werden.

2. Auswahl Streckenvarianten

Ziel des zweiten Arbeitspakets ist die Auswahl einer bevorzugten Streckenvariante. Hierzu werden die verschiedenen Varianten aus Phase 1 anhand fester Kriterien bewertet und miteinander verglichen. Um frühzeitig die Perspektive der Bürger*innen im Entscheidungsprozess alle relevanten Informationen einfließen zu lassen, finden in dieser Phase auch die ersten Beteiligungsformate statt.

3. Maßnahmenentwicklung

In der dritten Phase wird die Führungsform für einzelne Streckenabschnitte der Vorzugsvariante festgelegt und welche baulichen Maßnahmen für die Umsetzung notwendig sind. Die Ergebnisse werden festgehalten und in Steckbriefen zusammengefasst.

4. Nutzen-Kosten-Analyse

Für die Realisierungsphase des Radschnellwegs werden Annahmen über entstehende Kosten getroffen und mit dem zukünftigen Nutzenpotenzial gegenübergestellt. Das Ergebnis dieser Analyse entscheidet über die „Machbarkeit“ des Radschnellweges.

5. Realisierung

Übersteigt das Nutzenpotenzial der Streckenvariante die voraussichtlichen Kosten, wird die Variante als realisierbar angesehen. In diesem Fall wird die Strecke in mehrere Realisierungsabschnitte eingeteilt und eine Priorisierung zur Umsetzung der einzelnen Abschnitte sowie die Auswahl von geeigneten Planungs- und Genehmigungsverfahren vorgenommen.

6. Ergebnisaufbereitung

Ein Ergebnisbericht fasst die Planungs- und Beteiligungsergebnisse transparent und nachvollziehbar für die Öffentlichkeit zusammen.

Die beteiligten Kommunen und der Regionalverband begleiten die Machbarkeitsstudie im gesamten Prozess über zwei Gremien – einem Lenkungskreis, der mit politischen Vertreter*innen besetzt ist und wichtige Meilensteine beschließt sowie einer Projektgruppe, in der sich die kommunale Arbeitsebene mit den externen Fachplaner*innen abstimmt.

Ein partizipativer Dialog begleitet den Prozess. Durch passende Beteiligungsformate werden verschiedene Akteure in den Prozess mit einbezogen. Über anstehende Beteiligungsangebote und den aktuellen Planungsstand des FRM3 halten wir Sie zukünftig über diese Website auf dem Laufenden. Alle Informationen zum aktuellen Planungs- und Beteiligungsprozess finden Sie auch in der Lokalpresse Ihrer Kommune und auf den Social-Media-Kanälen des Regionalverbands FrankfurtRheinMain.